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München: Der brutale Vergewaltiger der Joggerin im Englischen Garten ist Familienvater

Der brutale Vergewaltiger einer Joggerin am 18. Dezember 2016 im Englischen Garten in München ist gefasst. Der 27-jährige türkische Asylbewerber wurde am 31. März 2017 in einem Asylbewerberheim in München festgenommen. Es erging Haftbefehl wegen versuchten Mordes. Außerdem wird dem Tatverdächtigen eine Vergewaltigung einer 29-jährige Frau am Innufer in Rosenheim im November 2015 zur Last gelegt. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Auf die Spur kam ihm die Polizei durch Zufall. Im Zusammenhang mit einem Raubüberfall in München-Feldmoching wurde DNA-Material gesichert, das mit dem von den Vergewaltigungen in München und Rosenheim übereinstimmte.

Pressekonferenz Polizei München mit dem Leiter der Mordkommission Markus Kraus
Pressekonferenz Polizei München mit dem Leiter der Mordkommission, Markus Kraus

(Update 11.4.2017)  Der Tatverdächtige ist ein 27-jähriger türkischer Familienvater, der im Oktober 2015 in Deutschland Asyl beantragt hatte. Er wurde am 31. März 2017 in einem Flüchtlingsheim in Berg-am-Laim in München festgenommen. Der Leiter der Mordkommission München, Markus Kraus, erläuterte am 11. April 2017 bei einer Pressekonferenz, wie man eher zufällig auf die Spur des Vergewaltigers gekommen ist. Einige Tage vor der Tat im Englischen Garten hatte es in der Lerchenstraße in Feldmoching in München einen bewaffneten Raubüberfall auf das Büro eines Geschäftsmannes gegeben. Dort wurde verschiedenes DNA-Material gesichert. Bis auf eine konnten alle Spuren zugeordnet werden. Ein Abgleich dieser DNA hat dann ergeben, dass diese mit dem gesicherten Material der Vergewaltigungen einer Spaziergängerin am Innufer in Rosenheim am 26.11.2015 und der Joggerin im Englischen Garten am 18. Dezember 2016 übereinstimmt. Die Kripo konnte daraufhin den Tatverdächtigen ermitteln, der in der Lagerhalle in Feldmoching als Aushilfe gearbeitet hatte. Wegen des Raubüberfalles wird er nicht beschuldigt, er kann die DNA-Spur dort auch hinterlassen haben, weil er dort tätig war. 

Der 27-jährige Türke war im November 2015 mit seiner Familie als Asylbewerber in Kiefersfelden nach Deutschland eingereist. Er gab sich als Kurde aus, der politisch verfolgt würde. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Damals wurde er zunächst in einer Asylantenunterkunft in Rosenheim untergebracht. Er lebte zuletzt in einer Flüchtlingsunterkunft in Berg-am-Laim in München, wo er am 31. März 2017 festgenommen wurde. Weil er die Joggerin auf der Isarinsel im Englischen Garten bei der Vergewaltigung bewusstlos gewürgt hatte und ihren Tod in der Kälte in Kauf genommen hat, wurde Haftbefehl wegen versuchtem Mord. Der Tatverdächtige bestreitet, die Vergewaltigungen in München und Rosenheim begangen zu haben. Mordkommissions-Chef Markus Kraus spricht aber in dem Fall von einer „erdrückenden Beweislage“.  Aus ermittlungstaktischen Gründen wurden die Ermittlungsergebnisse erst jetzt auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Auf die Frage, ob es Kommissar Zufall war, der zu dem Ermittlungserfolg geführt hat, meinte Kraus: „Es kann auch so bezeichnet werden. Das Glück hat immer der Tüchtige.“

Wie bereits berichtet, wurde am Sonntag, 18. Dezember 2016, gegen 20 Uhr eine 45-jährige Frau beim Joggen auf der Isarinsel flussabwärts des Stauwehrs Oberföhring im nördlichen Bereich des Englischen Gartens von einem bislang unbekannten Täter überraschend angegriffen und überwältigt. Die 45-Jährige verlor bei diesem Angriff das Bewusstsein. Nachdem der Täter die Frau einige Meter vom Weg aus ins Gebüsch verbracht hatte, vergewaltigte er sie brutal. Bei der Tat wurde das Opfer so massiv verletzt, dass sie für zwei Tage zur stationären Behandlung in eine Klinik gebracht werden musste. Der Täter konnte damals unerkannt flüchten. Die DNA-Spuren dort und von einer Vergewaltigung in Rosenheim führten zu dem jetzt verhafteten 27-Jährigen in München.   

(Update 2.1.2017) Im Rahmen der kriminaltechnischen Abarbeitung konnte durch die Spurensicherung München tatrelevantes DNA-Material gesichert werden, welches dem Vergewaltiger vom Englischen Garten zuzurechnen ist. Diese DNA-Spur konnte bislang keiner Person zugeordnet werden. Die Polizei teilt jedoch mit, dass es eine Übereinstimmung mit einer DNA-Spur, die im Zuge der Ermittlungen der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim anlässlich einer Vergewaltigung am frühen Abend des 26. November 2015 gesichert wurde. Zum damaligen Zeitpunkt wurde eine 29-jährige Frau von einem bislang unbekannten Mann im Bereich des Rosenheimer Inndamms angegriffen und in ein anliegendes Dickicht gezerrt. Diesbezüglich arbeiten die zuständigen Ermittler der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim sowie der Mordkommission München eng zusammen, um weitere Ermittlungsansätze zu gewinnen.  Aus ermittlungstaktischen Gründen werden von der Polizei keine Angaben zur Art und Lage der DNA-Spur gemacht. Bislang gingen knapp 60 Hinweise aus der Bevölkerung zum Fall in München ein, von denen ein Großteil bereits abgearbeitet werden konnte. Eine konkrete Spur ergab sich bislang nicht.

Der Mann soll etwa 30 bis 50 Jahre alt und etwa 180 Zentimeter groß und dunkle Sportkleidung sowie eine dunkle Mütze OHNE Bommel (keine Pudelmütze) getragen haben.

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise zur Tat, einer tatverdächtigen Person oder zu einer auffälligen Beobachtung machen können, werden gebeten sich mit der Mordkommission München unter 089 / 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

(29.12.2016)  Wie berichtet, wurde am Sonntag, 18. Dezember 2016, eine 45- jährige Frau beim Joggen auf der sogenannten Isarinsel im nördlichen Bereich des Englischen Gartens von einem bislang unbekannten Täter überraschend angegriffen und brutal vergewaltigt, wobei die Geschädigte das Bewusstsein verlor. Bei der Tat wurde die Geschädigte so verletzt, dass sie zur stationären Behandlung in eine Klinik gebracht werden musste. Zwischenzeitlich wurde sie wieder entlassen. Nach einem Zeugenaufruf in den Medien gingen bisher bei der Mordkommission 53 Hinweise ein, denen zur Zeit nachgegangen wird. Eine konkrete Spur hat sich jedoch noch nicht ergeben. Der Tatverdächtige flüchtete unerkannt und konnte bislang noch nicht ermittelt werden. Der Mann soll ca. 30 bis 50 Jahre alt und etwa 180 Zentimeter groß sein. Er soll dunkle Sportkleidung sowie eine dunkle Mütze (keine Pudelmütze) getragen haben.

Mehrere Hinweisgeber und besorgte Anrufer fragten bei der Münchner Polizei nach, ob es noch möglich sei, in München unbeschwert seine Freizeit zu genießen.“Grundsätzlich ist München eine der sichersten Großstädte der Welt. Nichts desto trotz gibt es einige Verhaltenstipps, mit denen Sie unangenehmen Situationen aus den Weg gehen können.“, beruhigt Polizeisprecher Christoph Reichenbach die Münchner Bevölkerung.

Er zählt auf:

– Achten Sie bei der Auswahl Ihrer Laufstrecke darauf, dass die Wege bei Dunkelheit belebt und beleuchtet sind.

– Versuchen Sie bei Dämmerung mindestens zu zweit zu joggen bzw. schließen Sie sich einer Laufgruppe an.

– Ein Verzicht auf Musik und Ohrstöpsel erhöht die Wahrnehmung der Umgebung und reduziert zugleich die Unfallgefahr.

– Wenn Sie eine verdächtige Wahrnehmung machen oder gar in Gefahr sind, versuchen Sie ruhig zu bleiben und verständigen Sie unverzüglich mit ihrem Mobiltelefon über die Notrufnummer 110 die Polizei.

– Verlassen Sie den Ort so schnell wie möglich, machen Sie laut auf sich aufmerksam und bitten Sie andere Spaziergänger oder Jogger um Unterstützung. Eine Trillerpfeife oder ein Schrill-, bzw. Taschenalarm (Kosten ca. 15 €, ca. 110 Dezibel) können Ihnen dabei helfen.

– Elektroschocker und Pfeffersprays unterliegen waffenrechtlichen Bestimmungen und können von einem Angreifer auch gegen Sie verwendet werden. Aus diesen Gründen rät die Polizei von Ihrer Benutzung ab.

– Grundsätzlich gilt: Eine gute Selbstbehauptung/ Selbstverteidigung beginnt im Kopf. Bei Interesse an einem Selbstverteidigungskurs besteht die Möglichkeit sich über Münchner Sportvereine unter www.muenchen.de oder www.blsv.de beziehungsweise dem Internetauftritt der Münchner Volkshochschulen www.mvhs.de zu informieren. Zudem bietet Ihre örtliche Polizeiinspektion ein Zivilcourage- und Selbstsicherheitstraining an. Im „POLIZEI-Kurs“ werden Handlungskompetenzen vermittelt, mit denen man sich aus einer Gefahrensituation durch richtiges Verhalten befreien kann.

Personen, die sachdienliche Hinweise zu der Tat im Englischen Garten, einer tatverdächtigen Person oder einer auffälligen Beobachtung gemacht haben, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 11, unter 089/2910-0 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

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