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Es sollte ein Jux sein: 15-jährige Nichtschwimmerin springt mit Freundin in Eisbach in München und ertrinkt

Ein 15-jähriges Mädchen ist am Montag im Eisbach im Englischen Garten in München ertrunken. Sie war in der Nähe der Surfwelle ins Wasser zusammen mit einer Freundin ins Wasser gesprungen. Die Freundinnen wussten nicht, dass sie nicht schwimmen kann. Rettungskräfte haben die 15-jährige gegen 19 Uhr am Tivoli-Kraftwerk entdeckt. Sie konnte nur noch tot geborgen werden.

Polizei Boot Taucher Isar
Polizei Boot Taucher Isar

(30.5.2017) Es sollte ein Jux unter Freundinnen sein, der dann so tragisch endete. Eine Gruppe von Mädchen war am Montag im Englischen Garten auf der Liegewiese hinter dem Haus der Kunst. Vier Mädchen wollten einen Jux machen und  stellten sich unmittelbar vor den Eisbach zu viert in einer Reihe auf. Dabei nahmen sie sich an den Händen und wollten zusammen in den Eisbach springen. Unmittelbar vor dem Sprung ließen die beiden äußeren Mädchen aus, sodass die beiden in der Mitte, darunter die 15-Jährige, zu zweit ins Wasser sprangen. Plötzlich war die 15-Jährige verschwunden. Als dies den anderen Mädchen auffiel, fingen sie sofort an, mit Unterstützung von weiteren anwesenden Personen, den Eisbach abzusuchen. Als sie die Schülerin jedoch nicht finden konnten, setzten sie fünf Minuten kurz vor 18 Uhr einen Notruf ab. Das verunglückte Mädchen war Nichtschwimmerin, was ihren Freundinnen jedoch nicht bekannt war.

Präventionshinweis der Münchner Polizei:

Gerade bei den derzeit heißen Temperaturen lockt es zahlreiche Münchner an die nahegelegenen Badeseen oder Bäche. Bedenken Sie, dass gerade künstlich angelegte Seen plötzlich steil abfallen und sie dann nicht mehr stehen können und die Strömung von fließenden Gewässern schlecht eingeschätzt werden kann. Gerade Nichtschwimmer sollten sich ausschließlich im überschaubaren Uferbereich aufhalten und nicht alleine ins Wasser gehen. Halten Sie sich am besten in Uferabschnitten auf, welche von Rettungsschwimmern überwacht werden. Beachten Sie die angebrachten Hinweise vor Ort, wie beispielsweise Badeverbote. Springen Sie niemals in Gewässer, deren Tiefe Sie nicht kennen.

(29.5.2017) Am Montag, 29. Mai 2017, gegen 18 Uhr, ging ein Notruf in der Einsatzzentrale der Münchner Polizei ein. Die Anruferin gab an, dass ein 15-jähriges Mädchen am Eisbach untergegangen und verschwunden sei. Eine sofort eingeleitete Suche nach der Vermissten mit rund 70 Kräfte der Münchner Polizei sowie der Berufsfeuerwehr München verlief zunächst ergebnislos. Dabei waren neben Kräften der örtlichen Polizeiinspektionen, eine Münchner Einsatzhundertschaft, das Münchner Unterstützungskommando sowie der Polizeihubschrauber der Bereitschaftspolizei im Einsatz.

Um kurz nach 19 Uhr wurde durch Einsatzkräfte die vermisste 15-jährige Schülerin leblos am Tivoli-Wehr aufgefunden. Die Ursache des Unglücksfalls ist derzeit noch unklar, teilt die Polizei mit. Ob sie in den Eisbach gesprungen oder ob sie hineingefallen ist, muss noch geklärt werden. Zur Rekonstruktion des Hergangs werden die Freunde der Schülerin durch Beamte der Münchner Polizei vernommen. Sie standen nach dem Verschwinden des Mädchens unter Schock und wurden durch das Kriseninterventionsteam betreut.

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