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Mit Wohnungsanzeigen Identitäten gestohlen – damit Kredite beantragt und Waren online bestellt

Mit fingierten Wohnungsannoncen ist ein 44-jähriger Mann an Identitätsunterlagen Wohnungssuchenden gekommen. Damit hat er über 30 Konten eröffnet und sich an eine Packstation in Hamburg Waren aus Online-Bestellungen zusenden lassen. Der Schaden beträgt mehrere 100.000 Euro. 30 Geschädigte sind aus München.

PP München
Polizeipräsidium München Ettstraße

Bereits seit dem Jahr 2016 inserierte ein damals unbekannter Täter zahlreiche fingierte Wohnungsannoncen über ein Onlineportal. Eine Vielzahl von Personen übersandten daraufhin Bewerbungen mit Ausweis und Gehaltskopien per E-Mail an den Unbekannten.

Die übersandten Unterlagen wurden bei verschiedenen Banken und Kreditinstituten eingereicht und somit über 30 Konten eröffnet und Kredite beantragt. Außerdem wurde eine Packstation in Hamburg mittels der betrügerisch erlangten Daten eröffnet. An diese wurden mehr als 15 Onlinebestellungen versandt.

Von verschiedenen Geschädigten wurden Betrugsanzeigen bei mehreren Dienststellen des Polizeipräsidiums München erstattet. Die Kriminalfachdezernate 7 und 12 konnten ermitteln, dass es sich um eine Serie handelt. Am Freitag, 6. Oktober 2017 konnte bei der Abholung an einer Packstation ein 44-jähriger Russe mit Wohnsitz in Hamburg festgenommen werden. Derzeit ermitteln auch andere deutsche Polizeidienststellen gegen den 44-Jährigen. Insgesamt sind derzeit 61 Geschädigte bekannt, wovon 30 einen Wohnsitz in München haben.

Der 44-Jährige erlangte Bargeld sowie diverse Elektronikartikel und Kleidung in Höhe von mehreren hunderttausend Euro. Da der 44-Jährige seinen Wohnsitz in Hamburg hat, werden die weiteren Ermittlungen durch das Landeskriminalamt Hamburg geführt. Bei der Staatsanwaltschaft Hamburg werden die deutschlandweiten Ermittlungen zusammengeführt.

Identitätsdiebstahl Immobilien Warenbetrug
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