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Lange Museumsnacht München: Antike Ringkämpfe, Erdbeben-Simulation und illuminierte Eisbach-Surfer

Zum 18. Mal hatte am Samstag, 15. Oktober 2016, die „Lange Nacht der Museen“ zum nächtlichen Rundgang in München durch Kunst, Kultur, Naturwissenschaft und Technik. Von 19 Uhr bis 2 Uhr nachts öffneten 90 Museen, Sammlungen und Galerien ihre Türen und haben uusätzlich zu ihren laufenden Ausstellungen zahlreiche Sonderprogramme wie Konzerte, Führungen und Performances geboten.

Lange Nacht der Museen 2016

Auch in dieser Museumsnacht erwarteten die Nachtschwärmer neue Einsichten und exklusive Vorführungen. So ist beispielsweise die neue Siemens-Zentrale mit dabei. Das Siemens Arts Programm zeigte unter anderem eine Fotoinstallation des Künstlers Thomas Struth zur Geschichte des Unternehmens. Am Odeonsplatz konnte man in den neu eröffneten Bronzesälen der Residenz München die gegossenen Originale von 40 Skulpturen bewundern, die die man sonst im Münchner Stadtbild wie dem Wittelsbacher Brunnen nur als Nachbildungen zu Gesicht bekommt.

Etwas Besonderes hatte sich das Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke in der Katharina-von-Bora-Straße 10 nahe dem Karolienplatz einfallen lassen. Eigentlich sind hier nur Gipsabdrücke von antiken griechischen und römischen Skulpturen zu sehen. So auch eine Ringergruppe. Diese wurde belebt, indem man mit Ringern der Neuzeit die Kämpfe nachvollzogen hat.

Im Kunstareal wurden in allen drei Pinakotheken dieses Mal Auge und Ohr zusammengeführt: Mitglieder des Münchner Rundfunkorchesters haben sich von den Kunstwerken inspirieren lassen und brachten ihre Instrumente zum Klingen.

Wer in die Seele Münchens und Bayerns eintauchen wollte, besuchte im Literaturhaus München die Ausstellung zum Thema „Der ewige Stenz. Helmut Dietl und sein München“.

Die Städtische Galerie im Lenbachhaus setzte mit der Wiedereinrichtung neue Akzente in der Schausammlung um die berühmte Künstlergruppe des Blauen Reiters und war auch mit dem Kunstbau München vertreten, wo die Ausstellung „FAVORITEN: Neue Kunst aus München“ zu sehen war.

In der Leopoldstraße im Schwabinger Norden öffnete ein besonderes Bauprojekt seine Tore für junge Kunst: Anlässlich der Langen Nacht bespielte easy!upstream die großzügige Tiefgarage des Schwabinger Tors mit Gegenwartskunst: Großformatigen Installationen, raumgreifenden Interventionen und Videoprojektionen.

Das Museum Villa Stuck zeigte die Sonderausstellung des Autors und Künstlers „Douglas Coupland. Bit Rot“. Neben Führungen durch die Ausstellung wurden auch thematisch unterschiedliche Rundgänge durch die Historischen Räume geboten.

Anlässlich des Jubiläumsjahres „500 Jahre Reinheitsgebot“ finden im Jahr 2016 es eine Reihe von Ausstellungen zum Thema Bier statt. So zeigt das Stadtmuseum die Sonderausstellung „Bier!Macht!München!“. Noch mehr sehenswert war die Ausstellung im Jüdischen Museum „Bier ist der Wein dieses Landes. Jüdische Braugeschichten“. Im Bier- und Oktoberfestmuseum wurde das Thema Bier in lustiger Form aufbereitet. Die Zeichner von Comicaze haben verschiedene Themen in der Ausstellung „Bier – alles über den Durst“ in Comics umgesetzt. Mehrere Künstler standen den ganzen Abend für eine Signieraktion zur Verfügung.

Wie es sich anfüllt, wenn die Erde bebt, konnte man im Museum Mensch und Natur im Schloss Nymphenburg im Erdbeben-Simulator erleben. In der Surf-Arena Eisbach-Welle waren die Surfer im Mittelpunkt der interaktiven Kunstsimulation „pretty bloody simple“.  Der individuelle Style des Surfers und seine Tricks wurden in der direkten Interaktion durch mitreißende Lichtprojektionen auf Brücke und Welle sichtbar.

Ein Museum, das in München immer nur einmal während der langen Museumsnacht gibt, ist das Rollende Museum. Von 19 bis 24 Uhr pendelten wieder zwischen dem Verkehrsmuseum und dem Deutschen Museum historische Automobile, die mindestens 30 Jahre alt sind. Die rund 80 Oldtimer beförderten die Besucher zwischen den beiden Museen.

Hier Foto-Impressionen von der Langen Nacht der Museen 2016:

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